(Magdeburg, 05. Juni 2026). Unter dem Motto „#herzenssache – Mach´ Deinem Herzen Beine“ laden landesweit die Apotheken vom 15. bis 19. Juni 2026 zu Beratungen, Blutdruckmessungen und Herzalter-Bestimmungen ein. Sie informieren über Prävention, Herzgesundheit und richtiges Verhalten im Notfall. „Wir wollen unsere zentrale Rolle als niedrigschwellige, wohnortnahe Anlaufstelle für Gesundheit und Prävention herausstellen“, informiert Dr. Jens-Andreas Münch, Präsident der Apothekerkammer Sachsen-Anhalt im Vorfeld der 7. Herzwoche.
Herzkrankheiten zählen mit zu den häufigsten Todesursachen in Deutschland. In Sachsen-Anhalt ist die Sterblichkeit durch akute Herzinfarkte besonders hoch. „Unsere Apotheken erreichen tagtäglich einen großen Teil der Bevölkerung. Hier liegt unsere Chance, über Risikofaktoren des Herzinfarktes zu informieren und auch über geschlechterspezifische Merkmale aufzuklären“, so der Präsident. Mit Materialien der Deutschen Herzstiftung e.V. können Bürgerinnen und Bürger weitere Informationen mit nach Hause nehmen und dort in Ruhe nachlesen.
Im Rahmen der Herzwoche bieten die Apotheken zahlreiche Aktionen an, wie Blutdruckmessungen als Basis für die Risikoerfassung. Auch die Nutzung der HerzFit-App zur Bestimmung des individuellen Herzalters kommt zur Anwendung. Es gibt Beratungen zu Ernährung, Bewegung und Raucherentwöhnung. Medikationschecks zur Optimierung der Arzneimitteltherapie können ebenfalls vorgenommen werden. „Unser Angebot ist wieder sehr umfangreich und individuell. Bei Verdacht auf einen Herzinfarkt ist schnelles Handeln entscheidend. Die Apotheken stellen daher nicht nur Präventionsinformationen bereit, sondern zeigen teilweise auch, wie im Notfall richtig reagiert wird. Eine gut aufgeklärte Bevölkerung erhöht die Überlebenschancen enorm“, betont Dr. Münch.
Wichtig ist auch zu wissen, dass Frauenherzen anders schlagen. So verlaufen Herzinfarkte bei Frauen oft atypisch: Klassische Brustschmerzen mit Ausstrahlung in den linken Arm sind selten. Viel häufiger äußern sich Symptome wie Übelkeit, Müdigkeit, Unwohlsein oder Schmerzen im Hals und Nacken. Da vielen Frauen jedoch nur die typischen männlichen Beschwerden bekannt sind, kommen sie später ins Krankenhaus – mit schwereren Verläufen und einem höheren Risiko für Komplikationen und Todesfälle. Auch darüber klären die Apotheken auf.
Weitere Informationen zu Veranstaltungen gibt es unter: https://www.dein-herz-und-du.de/
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