(Magdeburg, 02. Juni 2026). Wenn die Temperaturen über Tage hinweg steigen, wird Hitze schnell zur ernsthaften Gesundheitsgefahr. Die Apothekerkammer Sachsen-Anhalt weist anlässlich des Hitzeaktionstages am 11. Juni 2026 auf die erheblichen gesundheitlichen Risiken durch anhaltende Hitzeperioden hin. „Bei großer Hitze verändern sich Stoffwechselprozesse und die Regulation der Körpertemperatur. Bei älteren Menschen nimmt das Durstgefühl ab, wodurch diese häufig zu wenig trinken und schneller dehydrieren“, erklärt Dr. Jens-Andreas Münch, Präsident der Apothekerkammer Sachsen-Anhalt.
In Hitzephasen könne es auch notwendig sein, die Dosierung bestimmter Medikamente in Rücksprache mit dem Arzt anzupassen, etwa um Flüssigkeitsmangel oder Kreislaufprobleme bei herzkranken Menschen zu vermeiden. „Unsere Apothekenteams sind für diese Situationen sensibilisiert und speziell geschult.“
Mit Blick auf den diesjährigen Hitzeaktionstag unterstreicht die Apothekerkammer die Bedeutung gemeinsamer Anstrengungen im Gesundheits- und Sozialwesen. Hitzeschutz sei eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, bei der die Apotheken als niedrigschwellige und wohnortnahe Ansprechpartner eine zentrale Rolle einnehmen. Sie beraten nicht nur zu gesundheitlichen Risiken und Schutzmaßnahmen, sondern auch zum sicheren Umgang mit Arzneimitteln bei hohen Temperaturen.
Die hohen Temperaturen stellen ein Risiko für die Stabilität und Wirksamkeit der Arzneimittel dar. „Medikamente sind im Sommer an einem kühlen und trockenen Ort aufzubewahren – möglichst in der Originalverpackung. Nur Arzneimittel, bei denen dies ausdrücklich vorgeschrieben ist, gehören in den Kühlschrank.“ Besonders beim Transport, etwa bei Autofahrten, müsse darauf geachtet werden, dass Medikamente nicht überhitzen.
Die Apotheken Sachsen-Anhalts appellieren an die Bevölkerung, die gesundheitlichen Gefahren von Hitze ernst zu nehmen und Beratungsangebote der Apotheken aktiv zu nutzen. „Bei Fragen zu Hitze, Lagerung oder Wirksamkeit der Medikamente beraten wir unsere Patienten gern. Zögern Sie nicht, uns anzusprechen – wir stehen mit unserer Kompetenz an Ihrer Seite“, so Dr. Münch.
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