Unerwünschte Arzneimittelwirkungen (UAW) gewinnen im höheren Lebensalter durch physiologische Veränderungen, Multimorbidität und Polypharmazie erheblich an Bedeutung.
Insbesondere sturzfördernde und anticholinerg wirksame Arzneimittel stellen ein relevantes Risiko dar. Zum Beispiel, weil sie funktionelle Einschränkungen verstärken und
kognitive Beeinträchtigungen begünstigen und / oder die Selbstständigkeit der Patienten gefährden können. Der Vortrag beleuchtet typische altersassoziierte Risikokonstellationen und zeigt auf, wie man ausgewählten (!) UAW im geriatrischen Setting begegnen kann. Dabei werden auch etablierte Bewertungsinstrumente wie die PRISCUS-2.0- und die FORTA-Liste praxisnah eingeordnet. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Prozess des Deprescribings, welcher dann zum Einsatz kommt, wenn Arzneimittel (potenziell) schädlich oder anderweitig ungeeignet für den Patienten sind. Anhand verschiedener Arzneistoffgruppen wird dargestellt, wie Nutzen-Risiko-Abwägungen durchgeführt werden können, die ein strukturiertes Absetzen oder eine Dosisreduktion des Arzneimittels nach sich ziehen. Apotheker können hierbei eine wichtige Rolle übernehmen, indem sie die ärztlichen Kollegen mit Hinweisen oder
Vorschlägen unterstützen.
Folgende Fortbildungspunkte werden für den spezialisierten Fortbildungsnachweis anerkannt:
Apothekerkammer Sachsen-Anhalt KdöR
Doctor-Eisenbart-Ring 2
39120 Magdeburg
Frau J. Noffz
Online
Sachsen-Anhalt
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