Jetzt schon an die Grippe-Impfung denken: Jeder Dritte wurde letzte Saison gegen Grippe geimpft

LAV, 13. September 2019). „Die beginnende Herbstsaison ist eine gute Gelegenheit, den eigenen Impfpass zu prüfen und vorhandene Impflücken zu schließen. Vor allem an die Grippeimpfung sollte nun gedacht werden“, rät Mathias Arnold, Vorsitzender des Landesapothekerverbandes Sachsen-Anhalt (LAV). Aus den vom Deutschen Arzneiprüfungsinstitut e. V. (DAPI) vorliegenden Zahlen geht hervor, dass die Apotheken im Jahr 2018 knapp 786.000 Influenza-Impfdosen abgegeben haben. Arnold: „Damit hat sich fast jeder dritte Sachsen-Anhalter gegen die Grippe impfen lassen. Das zeigt deutlich, welche hohe Akzeptanz dieser kleine Piks bei den Menschen hier im Land hat. Auch für diese Saison rechnen wir mit hohen Impfzahlen. Zumindest haben wir in den Apotheken vorgesorgt und genügend Impfdosen vorbestellt. Dieser steht in unseren Apotheken auch schon ausreichend zur Verfügung.“

Laut Arnold lassen sich die Menschen in Sachsen-Anhalt immer öfter gegen Infektionskrankheiten impfen. „Wir haben im Gesamtjahr 2018 aus den öffentlichen Apotheken heraus 1.493.512 Impfdosen an die Ärzte geliefert. Wenn ich das erste Quartal 2018 mit dem 1. Quartal 2019 vergleiche, dann sind die Impfdosen sogar noch weiter angestiegen von 177.083 auf 208.151.“ Grund für den Anstieg ist der vermehrte Einsatz von Impfungen gegen Varicella (Windpocken), Humane Papillomaviren (HPV) und FSME (Frühsommer Meningoenzephalitis). So ist die früher nur für Mädchen empfohlene HPV-Impfung nun auch für Jungen zwischen 9 und 14 Jahren ein Bestandteil des Leistungskatalogs der Krankenkassen. Der Anstieg der FSME-Impfungen dürfte auf die verstärkte öffentliche Wahrnehmung von Zeckenpopulationen und Erkrankungszahlen im Jahr 2018 zurückzuführen sein.

Gegen Tetanus oder Masern sollte natürlich jedermann geimpft sein. Darüber hinaus gibt es je nach Alter, Saison oder Region weitere Impfungen, die unbedingt empfehlenswert sind. Bei Fragen zu Impfungen können sich Patienten jederzeit an einen Apotheker seines Vertrauen wenden. Viele Apotheker haben sich auf eine Impfberatung spezialisiert und können so jederzeit beratend zur Seite stehen.