Gute Beratung meiner Patienten habe ich stets im Blick

(Apothekerkammer S-A, 23. Oktober 2017). Der Kontakt entstand im Vorfeld des Bundestagswahlkampfs. Umso erfreuter war Gabriele Aydogan, Inhaberin der Herz-Apotheke in Magdeburg, dass sich Burkhard Lischka (SPD/MdB) auch nach seinem Wahlkampf noch die Zeit nahm, in ihrer Apotheke vorbei zu schauen. „Obwohl sich die SPD momentan auf die Oppositionsrolle im Bund einstellt, so hoffe ich doch, dass unsere Probleme wahrgenommen werden. Wir benötigen eine solide wirtschaftliche Basis auf der Grundlage fester Arzneimittelpreise. Diese Preisbasis darf nicht durch unnötige und einseitige Rabattschlachten von ausländischen Versendern ausgehebelt werden, sonst gerät die flächendeckende Versorgung mit Arzneimitteln in Gefahr“, erklärt die Apothekerin ihrem prominenten Besucher.

Um den Abgeordneten, der zugleich Parteivorsitzender der SDP in Sachsen-Anhalt ist, von der Leistungsfähigkeit einer Vor-Ort-Apotheke zu überzeugen, bot sie ihm einen Blick hinter die Kulissen. Ob die individuell hergestellte Rezeptur oder die Betäubungsmittelrezepte mit all ihren bürokratischen Vorgaben und Dokumentationspflichten oder die individuelle Verblisterung: Diese Stichpunkte regten Burkhard Lischka zu zahlreichen Nachfragen an.

In den Räumen für die individuelle Verblisterung, einer speziellen Leistung der Apotheke, zeigte er sich vom hohen technischen Ausstattungsgrad beeindruckt. Durch die Verblisterung, die vor allem für Pflegeheime sehr viele Vorteile hat, werden die Fehler bei der Medikamentenabgabe pflegebedürftiger Menschen deutlich reduziert. Gabriele Aydogan: „Wir erleichtern damit die Arbeit der Pflegekräfte, die sonst die Medikamente im Nachtdienst gesetzt haben, und erhöhen gleichzeitig die Sicherheit der Arzneimitteltherapie.“

Überrascht war Lischka vom hohen Aufwand, den die Apothekerin für eine optimale Beratungsqualität betreibt. „Ich engagiere regelmäßig Pseudo Customer Besuche, also Testeinkäufer, um meinen Mitarbeitern deutlich zu machen, wie wichtig eine gute und auf hoher Qualität basierende Beratung für unsere Patienten ist. Das wird zwar von meinem Personal nicht so gern gesehen, sichert aber auf Dauer die gute Qualität der Information und Beratung meiner Patienten bei der Abgabe von Arzneimitteln“, so die Apothekerin. Und fügt an: „Das kann ich mir jedoch nur leisten, wenn die Arzneimittelpreise für verschreibungspflichtige Arzneimittel wie bisher Festpreise sind. Sollte sich da etwas ändern, leidet die Qualität. Verlierer sind dann auf jeden Fall die Patienten, die von weniger Mitarbeitern viel schneller versorgt werden müssten.“ Sie appelliert an den Politiker: „So etwas kann nicht das Ziel einer an den Bedürfnissen der Patienten orientierten Gesundheitspolitik sein.“

Gute Beratung