Änderungen in der BtM-Verschreibungsverordnung in Kraft!

Über das Mitteilungsblatt 3/17 und über die Fachpresse wurden Sie über die vorgesehenen Änderungen bei der Substitutionstherapie informiert. Es wurde darauf hingewiesen, dass diese Änderungen erst dann in Kraft treten, wenn die neue Substitutionsrichtlinie im Bundesanzeiger erschienen ist.

Diese Richtlinie wurde am 02.10.2017 veröffentlicht (www.bundesanzeiger.de: Bekanntmachung der Richtlinie nach § 5 Absatz 12 Satz 1 bis 3 der Betäubungsmittel-Verschreibungsverordnung). Damit sind die Änderungen der BtMVV ab sofort umzusetzen!

Die Bundesapothekerkammer hat eine Übersicht zu den aus Sicht der Apotheken wichtigsten Änderungen der BtMVV in Form eines FAQ-Papiers erstellt (passwortgeschützter Mitgliederbereich der ABDA-Homepage unter „INFO-Projekte“ zum Download).
Ab sofort darf Sichtbezug in den Apotheken nur auf Grundlage einer schriftlichen oder elektronischen Vereinbarung zwischen Arzt und Apothekenleitung durchgeführt werden!
Gemäß § 5 Absatz BtMVV sind dabei mindestens drei Punkte vertraglich zu regeln:

Eine Mustervereinbarung Arzt/Apotheker zum Sichtbezug sowie eine Muster-Einwilligungserklärung für Substitutionspatienten (Entbindung von der Schweigepflicht) sind als Arbeitshilfen der Bundesapothekerkammer ebenfalls auf der ABDA-Homepage in der Rubrik Qualitätssicherung/Leitlinien/Leitlinien und Arbeitshilfen/Opioidsubstitution als Downloads zu finden:

Darüber hinaus wurden die ebenfalls auf der ABDA-Homepage eingestellten Arbeitshilfen „Patientenbezogene Dokumentation im Rahmen der Opioidsubstitution“ sowie „Vorbereitung des Sichtbezugs im Rahmen der Opioidsubstitution“ entsprechend überarbeitet.
Die Leitlinie der Bundesapothekerkammer „Opioidsubstitution“ wird derzeit angepasst.

Um Fehler bei der Rezeptbearbeitung und bei der Abgabe der Substitutionsmittel sowie in der Zusammenarbeit mit dem Arzt (Vertrag bei Sichtbezug!!!) zu vermeiden, empfehlen wir dringend allen Apotheken, die Substitutionspatienten betreuen, sich zeitnah über die Änderungen zu informieren und sie in der Apotheke umzusetzen.